1987 – 1992

Am Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin war bei dem bekannten Politikwissenschaftler Professor Jürgen W. Falter eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent ausgeschrieben, um die ich mich 1987 bewarb. In den fünf Jahren an der FU Berlin schrieb ich weitere Bücher und gab mehrere wissenschaftliche Sammelbände zusammen mit anderen Historikern heraus. Bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erschien ein Sammelband zum Thema „Nationalsozialismus und Modernisierung“, in der Reihe „Persönlichkeit und Geschichte“ des Muster-Schmitt-Verlages erschien eine kleine Hitlerbiographie von mir. Zusammen mit dem amerikanischen Historiker Ron Smelser startete ich in dieser Zeit auch ein großes Projekt, das dann – ebenfalls bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft – unter dem Titel „Die braune Elite“ erschien. Smelser hatte gute Kontakte, weil er damals Präsident der „German Studies Association“ war, einer Vereinigung von amerikanischen Wissenschaftlern, die sich mit deutscher Geschichte und Politik befassten. Die Vereinigung lud mich zu einem Vortrag über das Thema meiner Doktorarbeit auf ihrer Jahrestagung in Albuquerque ein. Smelser und ich suchten überall auf der Welt renommierte Historiker, die sich jahrelang biographisch mit führenden Personen des Nationalsozialismus wie Goebbels, Göring, Ley, Himmler, Strasser usw. befasst hatten und die wir einluden, an diesem Projekt teilzunehmen. Es erschienen dann zwei Bände der „Braunen Elite“, die – wie auch meine Doktorarbeit – ins Englische übersetzt wurden. Später ergänzte ich dieses Projekt durch einen weiteren Sammelband über die herausragenden Personen des deutschen Widerstandes gegen Hitler „Für Deutschland. Die Männer des 20. Juli“, den ich zusammen mit dem angesehenen amerikanischen Widerstandsforscher Klemens von Klemperer und einem weiteren Historiker herausgab.
Neben diesen Buchprojekten schrieb ich in diesen Jahren hunderte Besprechungen von historischen Büchern, und zwar sowohl für Fachzeitschriften wie auch für Tageszeitungen, vor allem für die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG und die FAZ, aber auch für andere Zeitungen wie etwa den RHEINISCHEN MERKUR, die WELT usw. Auch die linke taz und die ZEIT veröffentlichten meine Rezensionen, obwohl mein politischer Standort zu dieser Zeit nicht mehr links war.
Ich wollte mich mit einer Arbeit über den sogenannten „Nationalneutralismus“ in der Bundesrepublik habilitieren. Unter diesem Begriff fasste man Strömungen zusammen, die sich ein wiedervereinigtes Deutschland nur als neutrales Land vorstellen konnten. In diesem Zusammenhang befasste ich mich auch mit Politikern wie dem FDP-Politiker Thomas Dehler, den SPD-Politikern Kurt Schumacher und Gustav Heinemann, dem CDU-Politiker Jakob Kaiser und dem Publizisten Paul Sethe. Ich schrieb 1990 ein Buch unter dem Titel „Adenauers Gegner, Streiter für die Einheit“. Während meine Arbeiten über den Nationalsozialismus eher von konservativen Historikern gelobt wurden, erhielt ich für dieses Buch Zustimmung von Sozialdemokraten. Prominente SPD-Politiker wie Peter Glotz und Egon Bahr besprachen das Buch positiv und Ehrhard Eppler, ein eher linker Sozialdemokrat, schrieb ein Vorwort zur Taschenbuchausgabe.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

Quelle: Die Zeit

Quelle: Neue Zürcher Zeitung

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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Vorlesungsverzeichnisse der FU Berlin (18 Seiten)

Quelle: Freie Universität, Universitätsarchiv, Publikationssammlung

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